H2.N.O.N-Report Februar 2026
Ausgabe 43
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Aktuell läuft die Marktabfrage für geplante oder perspektivische Elektrolyseprojekte, die direkt an das Kernnetz angeschlossen werden sollen. Sie haben dazu von uns eine Mail mit näheren Infos erhalten. Bei Fragen melden Sie sich gerne, die Abfrage läuft noch bis zum 13. März. Auch die Meldung von perspektivischen Erzeugungskapazitäten ist wichtig, um den Ausbau von Infrastruktur voranzubringen.
Das H2-Update als Podcast auf Spotify und YouTube
Die Wasserstoff-News gibts auch zum Hören als 6-Minuten Podcast auf Spotify und Youtube
Die nächsten Spotlights
Wir freuen uns auf die nächsten zwei Spotlight-Veranstaltungen: Am 11. März präsentiert das Energieforschungszentrum EST der TU Clausthal aktuelle Projekte und am 25. März gibt KEYOU einen Einblick in Entwicklungen auf dem H2-Fahrzeugmarkt. Die Einladungen schicken wir Ihnen, wie gewohnt, eine Woche zuvor gesondert zu. Für das Spotlight am 11. März mit EST können Sie sich schon jetzt anmelden.
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Neue Folge des H2.N.O.N-Podcasts Wasserstoff-Wissen
Im aktuellen Interview ist Andreas Wellbrock, Gründer und Geschäftsführer von Green Fuels, zu Gast und berichtet über die H2-Tankstelle in Bremerhaven. Den Podcast gibt es auf Spotify und YouTube.
News Niedersachsen/Bremen/Hamburg
Weitere Förderung für klimafreundlichen Stahl aus Salzgitter
Der Bund genehmigt für die Transformation der Stahlproduktion bei der Salzgitter AG zusätzliche Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe, womit sich die Gesamtzusage auf rund 1,3 Mrd. Euro erhöht. Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer Direktreduktionsanlage, die Eisenerz künftig mit Wasserstoff statt mit Kohle verarbeitet und ab 2026 schrittweise in Betrieb gehen soll. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen am Standort Salzgitter um mehr als 95 Prozent zu senken und jährlich mehrere Millionen Tonnen konventionell erzeugten Stahls zu ersetzen.
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Wasserstoff-Pipeline zwischen Hamburg und Rosengarten genehmigt
Das Landesbergamt Niedersachsen hat den Weiterbau der rund 12 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Hamburg und Rosengarten genehmigt und damit einen zentralen Abschnitt der regionalen H₂-Infrastruktur freigegeben. Die Leitung ist Teil des künftigen Kernnetzes und soll Wasserstoff aus dem künftigen Elektrolyseur in Moorburg verteilen. Der erste Wasserstoff soll ab 2027 durch die Pipeline fließen.
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News Deutschland und die Welt
Rhenus testes H2-Lkw
Die Rhenus Group setzt erstmals einen Wasserstoff-Lkw im regulären Logistikbetrieb ein und sammelt Praxiserfahrungen im schweren Straßengüterverkehr. Das Mercedes-Benz GenH2 Truck wird ein Jahr lang im Alltagsgeschäft rund um Duisburg über Distanzen von 150 km bis 650 km eingesetzt.
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Düsseldorfer Stadtwerke starten Wasserstoff-Ökosystem
Die Stadtwerke Düsseldorf planen ein integriertes Wasserstoff-Ökosystem, bei dem mit Energie aus der Müllverbrennung gewonnener Wasserstoff den öffentlichen Nahverkehr versorgen soll. Dafür ist nun ein 2MW-Elektrolyseur am Standort eingetroffen. Der Wasserstoff soll ab Mitte des Jahres die nahe Tankstelle versorgen.
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KIT-Forscher entwickelt Gasturbine ohne Kompressor
Am Karlsruher Institut für Technologie ist erstmals eine wasserstoffbetriebene Gasturbine ohne klassischen Kompressor erfolgreich gelaufen – und das länger als der aktuelle Rekord der NASA. Frühere Versuche scheiterten bisher an schmelzenden Brennkammern. Kompressionslose Gasturbinen, die mit grünem Wasserstoff anstelle von Erdgas angetrieben werden, können die Emissionen von Gaskraftwerken signifikant senken.
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Brand springt auf Wasserstoff-Lkw über – Feuerwehr kann kontrolliert H2 ablassen
In Bornheim ist ein Brand von einem Fahrzeug auf einen Wasserstoff-Lkw übergesprungen, woraufhin die Feuerwehr kontrolliert Wasserstoff aus den Sicherheitsventilen der Tanks abließ. Einsatzkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab, um eine Gefährdung durch austretendes Gas zu verhindern. Der Vorfall zeigt, wie die Feuerwehr im Notfall sicher Brände an Wasserstoff-Fahrzeugen bekämpfen kann.
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Ba-Wü startet zweite Phase des eigenen H2-Förderprogramms
Das Land Baden-Württemberg setzt sein Förderprogramm zur regionalen Erzeugung von Wasserstoff fort und startet die zweite Programmphase mit weiteren Landesmitteln. Gefördert werden insbesondere Elektrolyseure und integrierte Projekte, die erneuerbaren Strom direkt vor Ort in Wasserstoff umwandeln und regionale Wertschöpfungsketten stärken. Erneut stehen 50 Mio. Euro zur Verfügung.
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TU Freiberg will Magnesium-Schmelze mit Wasserstoff entwickeln
An der Technische Universität Bergakademie Freiberg wird ein Verfahren entwickelt, um Magnesium mithilfe von Wasserstoff effizienter und CO2-neutral zu schmelzen. Dafür werden spezielle Wasserstoff-Brenner entwickelt.
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Wasserstoffproduktion in Pfeffenhausen erhält erneute Förderung
In Pfeffenhausen erhält das dortige Wasserstoffprojekt im Rahmen des dritten bayerischen Wasserstoff-Innovationszentrums erneut Fördermittel. Mit den Fördergeldern in Höhe von rund 54 Mio. Euro soll das ITZ Wasserstoffentwicklungen im Schwerlastverkehr voranbringen.
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BdWR fordert Bund auf, KMU stärker in die Energiewende einzubeziehen
Der Bundesverband der Wasserstoffregionen (BdWR) fordert den Bund auf, kleine und mittlere Unternehmen stärker in die Energietransformation einzubeziehen. Insbesondere KMU bräuchten verlässliche Förderstrukturen und einen verbesserten Zugang zu Wasserstoff-Infrastrukturprojekten, um Investitionen tätigen zu können. Der Verband hat die Forderungen Anfang Februar in Berlin der Parlamentarischen Staatssekretärin Gitta Connemann übergeben.
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Europäische Partner wolllen Brennstoffzelle mit 80.000 Betriebsstunden bauen
Ein europäisches Konsortium arbeitet an einer maritimen Brennstoffzelle, die eine Lebensdauer von 80.000 Betriebsstunden erreichen soll und damit auf den Langzeiteinsatz auf See ausgelegt ist. Ziel ist es, wasserstoffbasierte Antriebssysteme für Schiffe industrietauglich zu machen und die bislang begrenzte Haltbarkeit deutlich zu erhöhen. Aus Deutschland bringt das Unternehmen Allengra GmbH aus Ravenstein die Ultraschall-Durchflusssensorik in das Projekt ein.
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Deutschland und Finnland vereinbaren Wasserstoff-Zusammenarbeit
Deutschland und Finnland wollen gemeinsam eine Wasserstoff-Pipeline durch die Ostsee vorantreiben, um künftige Produktions- und Verbrauchszentren miteinander zu verbinden. Die Kooperation umfasst die Prüfung technischer Machbarkeit, regulatorischer Rahmenbedingungen und möglicher Trassenführungen durch die Ostsee.
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Grüne Wasserstoffstrategie für Basel
Die Kantone der Region Basel haben erstmals eine gemeinsame Strategie für grünen Wasserstoff vorgelegt und damit einen Rahmen für Produktion, Import und Nutzung definiert. Die Region schätzt, dass der H2-Bedarf im Jahr 2050 bei bis zu 3,4% des jährlichen Energiebedarfs liegt.
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Belgische Forscher arbeiten an PV-Modulen, die Wasserstoff produzieren können
Belgische Forschende arbeiten an Photovoltaik-Modulen, die Sonnenenergie direkt zur Wasserstoffproduktion nutzen und so Stromerzeugung und Elektrolyse in einem System kombinieren. Der Ansatz soll ab 2030 Marktreife erlangen.
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Veranstaltungen
3-4. März | Berlin: H2-Forum Berlin
Das H2-Forum Berlin bringt Fachleute aus Industrie, Politik und Wissenschaft zusammen, um aktuelle Wasserstoffprojekte und Marktmodelle zu diskutieren. Präsentiert werden konkrete Anwendungsfälle, regulatorische Entwicklungen und Strategien für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die Veranstaltung findet in Berlin sowie online statt.
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9.-13. März | Lübeck: Spring School Hydrogen vom DLR
Die Spring School Hydrogen in Lübeck richtet sich an Nachwuchskräfte und Fachleute aus Forschung und Industrie. In Vorträgen, Workshops und Projektarbeiten werden Grundlagen und aktuelle Entwicklungen entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette vermittelt. Der Fokus liegt auf Technologien, Systemintegration und Anwendungsfeldern.
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13. April | Hochschule Bremerhaven: Barcamp Energieregion Nordwest
Das Barcamp an der Hochschule Bremerhaven bietet ein offenes Format zum Austausch über Energieprojekte und Wasserstoffaktivitäten in der Region Nordwest. Die Teilnehmenden gestalten das Programm selbst und diskutieren praxisnahe Fragestellungen aus Energieversorgung, Infrastruktur und Industrie. Vernetzung und Wissenstransfer stehen im Vordergrund.
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5.-6. Mai | Göttinger Energietagung mit efzn
Die Göttinger Energietagung mit Beteiligung des unseres Partners efzn widmet sich aktuellen Herausforderungen der Energie- und Wasserstoffsysteme. Thematisiert werden Energiesystemanalyse, Infrastrukturentwicklung und sektorübergreifende Konzepte. Die Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand.
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Förderinfos
BMV fördert H2-Tankstellen und LKW
Das Bundesministerium für Verkehr fördert den Ausbau von Wasserstoff-Tankstellen und die Anschaffung von Brennstoffzellen-Lkw mit 220 Millionen Euro.
Der kombinierte Ansatz ermöglicht eine gleichzeitige Förderung von öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellen Wasserstoff-Lkw. Ziel ist eine verlässliche Auslastung der Infrastruktur und gleichzeitig Planungssicherheit für Speditions- und Logistikunternehmen.
Förderfähig sind Wasserstofftankstellen, die die Anforderungen der europäischen AFIR-Verordnung erfüllen, mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Nutzfahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrenner können mit bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug bezuschusst werden. Gefördert werden Investitionen in Tankstellen, Fahrzeuge und begleitende Maßnahmen zur Integration in bestehende Flotten. Die Förderinitiative richtet sich an Betreiber, Kommunen und Logistikunternehmen.
Anträge können bis zum 31. Mai 2026 eingereicht werden.
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Clean Hydrogen Call 2026
Die Clean Hydrogen Partnership der EU startet ihren neuen Förderaufruf für innovative Wasserstoffprojekte mit einem Budget von über 105 Mio. Euro. Gefördert werden Forschung und Pilotprojekte entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette, von Produktion über Speicherung bis hin zu Transport und Anwendungen. Ziel ist es, technologische Entwicklungen zu beschleunigen und die Einführung von Wasserstofflösungen in Europa voranzutreiben. Deadline um Vorschläge einzureichen ist der 15. April 2026.
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Beiträge und Studien
NDR-Beitrag über H2-Akkus für die Schifffahrt in Kiel
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