H2.N.O.N-Report 40
November 2025
Aus dem Netzwerk
Die Wertschöpfungspotenzialstudie für die Energietransformation Nordwest ist gestartet: H2.N.O.N beteiligt sich als Kooperationspartner an der Studie, die von der IHK Elbe-Weser geführt wird. Ziel ist es, in den Regionen Lüneburg und Weser-Ems eine detaillierte Aufstellung der Ressourcen und Potenziale für die Energiewende zu erhalten. Auch die Beteiligung kommunaler Konzepte ist Teil der Studie.
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Die nächsten Spotlights
Am 10. Dezember präsentiert Maik Groß um 8.30 Uhr die Aktivitäten und Schulungen von TeTraC.
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Neue Mitglieder
Wir begrüßen Hy-Lok D aus Oyten und Synthopol Chemie aus Buxtehude im Netzwerk. Damit wächst H2.N.O.N auf 171 Mitglieder.
News Niedersachsen/Bremen/Hamburg
Positionspapier Metropolregion
Die Metropolregion Nordwest hat ein Positionspapier zum Sondervermögen des Bundes veröffentlicht, in dem die Kommunen unter anderem fordern, die Region zu einer Wasserstoff-Drehscheibe zu entwickeln.
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Uniper sucht nach Salzstöcken für Wasserstoffspeicherung
Der Energiekonzern Uniper hat für eine mögliche Untertage-Speicherung von Wasserstoff eine Erlaubnis zur Salzsuche im Gebiet Neuenhuntorf erhalten. Ziel ist, potenzielle Kavernenstrukturen zu identifizieren, die künftig der Speicherung von Wasserstoff dienen könnten. Ob und wann daraus ein Speicherprojekt wird, bleibt offen, möglicherweise eignen sich die Salzstöcke auch als Atommüllendlager
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Grundsteinlegung für Elektrolyseur im Hamburger Hafen
Im Hafen von Moorburg bei Hamburg wurde der Grundstein für eine 100-MW-Elektrolyseanlage des Projekts Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH) gelegt. Die Anlage, die von Siemens Energy geliefert wird, soll ab der zweiten Jahreshälfte 2027 jährlich etwa 10.000 t grünen Wasserstoff produzieren. Die Anlage ist Teil des Plans, das Moorburg-Gelände vom ehemaligen Kohlekraftwerk in einen Wasserstoff-Hub zu transformieren.
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News Deutschland und die Welt
Antragsplattform zum Kernnetz startet
Die Bundesregierung hat eine bundesweite digitale Antrags- und Genehmigungsplattform zum Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes in Betrieb genommen. Über diese Plattform können Pilotnetzbetreiber Anträge für Wasserstoff-Kernnetzleitungen einreichen und zuständige Behörden diese vollständig digital bearbeiten. Damit ist der erste Schritt getan, um den Ausbau des geplanten H₂-Kernnetzes in Deutschland institutionalisiert und effizienter zu gestalten.
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BMW setzt im Regensburger Werk auch auf Wasserstoff
Im Fahrzeugwerk der BMW Group in Regensburg beginnt der Bau der Wasserstoff-Infrastruktur: Auf dem Dach einer Werkshalle wurde symbolisch die erste H2-Leitung verlegt. Ab dem zweiten Halbjahr 2026 sollen dann Wasserstoff-betriebene Routenzüge und Gabelstapler ihre Arbeit aufnehmen — über ein ca. 6 km langes Leitungsnetz und sechs dezentrale Tankstellen für die interne Logistik. Im ersten Schritt sind rund 85 der insgesamt etwa 230 Logistikfahrzeuge betroffen; die vollständige Umstellung der Flotte soll bis 2031 erfolgen.
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BMW erhält Förderung für H2-Autos
Der BMW Group wurde im November 2025 im Rahmen des EU-Programms Important Project of Common European Interest (IPCEI) eine Förderung von insgesamt rund 273 Mio. Euro für ihr Wasserstoffprojekt HyPowerDrive zugesichert — dabei entfallen etwa 191 Mio. € auf den Bund und 82 Mio. € auf den Freistaat Bayern. Ziel ist die Entwicklung eines Brennstoffzellen-Antriebsstrangs für Pkw, mit dem das erste Wasserstoff-Serienmodell, der BMW iX5 Hydrogen, ab 2028 auf den Markt kommen soll. BMW ist der einzige deutsche Hersteller, der am Wasserstoffantrieb für Pkw festhält.
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Neuer Wasserstoffhub in Franken entsteht
Im unterfränkischen Münnerstadt entsteht ein Elektrolyse‑Hub mit 8 MW Leistung, der Wasserstoff, Sauerstoff und Abwärme lokal verwerten will.
Ab 2028 sollen rund 800 t grüner Wasserstoff pro Jahr erzeugt werden; mit Förderung prognostiziert der Betreiber einen Preis von etwa 7,20 – 7,65 €/kg.
Vorsehen ist zudem eine Versorgung regionaler Industrie sowie perspektivisch Wasserstofftankstellen an B 287 und A 71 — etwa für Schwerlastverkehr, kommunale Flotten oder Linienbusse.
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Einzige öffentliche H2-Tankstelle in Duisburg schließt
In Duisburg wird zum Jahresende 2025 die einzige öffentliche Wasserstoff-Tankstelle, betrieben von H2 Mobility, stillgelegt. Der Grund sind eine zu geringe Auslastung und zu hohe Betriebskosten.
Das betrifft auch kommunale Nutzer: Müllfahrzeuge der Wirtschaftsbetriebe Duisburg können den Wasserstoff dann nicht mehr vor Ort tanken.
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Erste Bohrungen auf der Suche nach weißem Wasserstoff in Lothringen
In der Region Lothringen starten aktuell 4000 m tiefe Bohrungen, um natürlich vorkommenden, sogenannten weißen Wasserstoff im Untergrund nachzuweisen. Vorangegangene Untersuchungen in der Region hatten Anzeichen auf Wasserstoffanteile gemessen, die mit zunehmender Tiefe zunahmen und auf größere natürliche Vorkommen hindeuten. Ob sich daraus ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen ergibt, bleibt Gegenstand der laufenden Exploration.
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Forscher untersuchen Torf statt Platin für Brennstoffzellen
Ein Forschungsteam am Helmholtz-Zentrum Berlin hat nachgewiesen, dass ein Katalysator aus Eisen–Stickstoff–Kohlenstoff (Fe–N–C), hergeleitet aus stark zersetztem Torf, in PEM-Brennstoffzellen‑ funktionieren kann. Der Ansatz verspricht eine alternative, potenziell preiswertere und nachhaltigere Katalysatortechnologie als Platin für Brennstoffzellen.
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Container für Wasserstoff entwickelt
Die Firmen Innofreight und voestalpine Tubulars haben mit dem „H2Tainer“ einen Container vorgestellt, die für den sicheren und flexiblen Transport von Wasserstoff ausgelegt ist. Pro Container können bis zu 475 kg Wasserstoff bei einem Speicherdruck von 500 bar transportiert werden — bei vier Containern pro Doppelwagen bedeutet das bis zu 1.900 kg pro Doppelwagen. Der H2Tainer nutzt nahtlose Rohre mit spezieller Gewindeverbindung (VAhyper), ist stapelbar, modular aufgebaut und für eine Lebensdauer von über 20 Jahren ausgelegt.
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Mautbefreiung für emissonsfreie Lkw geht weiter
Ein neues Gesetz garantiert die Mautfreiheit für Lkw mit emissionsfreien Antrieben bis Mitte 2031. Ab dem kommenden Jahr soll auch eine digitale Einbuchung via App möglich sein. Im vergangenen Jahr waren EU-weit rund 4% der schweren Nutzfahrzeuge mit emissionsfreie unterwegs.
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Zukunftspreis für Brennstoffzellenantrieb
Ein Team der Robert Bosch GmbH wurde für sein neues Brennstoffzellenantriebssystem für schwere Lkw mit dem Deutschen Zukunftspreis 2025 ausgezeichnet. Das System (FCPM) ermöglicht emissionsfreien Fernverkehr, spart gegenüber batterieelektrischen Systemen rund vier Tonnen Gewicht und erlaubt Reichweiten von bis zu 1.000 km mit einer Tankfüllung. Die Betankung mit Wasserstoff dauert nur wenige Minuten — damit adressiert das System zentrale Anforderungen für wirtschaftlichen Schwerlastverkehr mit Wasserstoff.
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Japanischer Hersteller entwickelt H2-Traktor
Der japanische Hersteller Kubota -Brennstoffzelle‑ vorgestellt, der ohne Fahrer auskommt und eine Motorleistung von 100 PS besitzt — die Maschine soll mit einer Tankfüllung fast einen halben Tag kontinuierlichen Einsatz ermöglichen. Der Traktor wurde auf der Weltausstellung 2025 in Osaka präsentiert; der Hersteller plant nun erste Feldtests, um die Praxistauglichkeit unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen zu prüfen. Wenn die Erprobung erfolgreich läuft, könnte der Traktor eine neue Option für emissionsarme und automatisierte Landwirtschaft werden.
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Neuer Hyundai Nexo
Die zweite Generation des Brennstoffzellen-SUV NEXO bietet eine Gesamtleistung von 190 kW (≈ 258 PS) und einen E-Motor mit 150 kW; die Hochvoltbatterie wurde auf 80 kW verdoppelt. Der Wasserstofftank fasst 6,69 kg H₂, womit eine Reichweite von rund 650–700 km möglich ist; das Fahrzeug soll Anfang 2026 in den Handel kommen und soll preislich bei knapp unter 70.000 € starten. Der neue NEXO erlaubt erstmals eine Anhängelast — was die Einsatzmöglichkeiten gegenüber früheren FCEV-Modellen‑ deutlich erweitert.
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Deutscher Wasserstoffrat positioniert sich zum Schwerlastverkehr
„Die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs ist ein zentraler Baustein der deutschen Klimaziele 2030/2035 und der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Wasserstoff spielt hierfür eine wichtige Rolle – technisch, wirtschaftlich und geopolitisch“, heißt es in der aktuellen Handlungsempfehlung des Deutschen Wasserstoffrats, die Ende November veröffentlicht wurde.
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Bundeswirtschaftsministerium beteiligt sich Mechanismus der Europäischen Wasserstoffbank
Im Rahmen von „Auctions as a Service“ stellt das BMWI 1,3 Mrd. Euro bereit, um zusätzliche Wasserstofferzeugungsprojekte zu finanzieren, die nicht mehr aus dem Budget des europäischen Innovationsfonds gefördert werden können. Diese Projekte nehmen ebenfalls an der Ausschreibung der Wasserstoffbank teil. Das Geld des BMWI soll Projekte finanzieren, die an das deutsche Kernnetz angeschlossene Abnehmer mit erneuerbaren Wasserstoff versorgen können.
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Deutschland und Tschechien stärken H2-Zusammenarbeit
Deutschland und Tschechien haben eine bilaterale Arbeitsgruppe für Wasserstoffinfrastruktur eingerichtet, die u.a. das Projekt Czech‑German Hydrogen Interconnector (CGHI) vorantreiben soll — bestehende Erdgasleitungen sollen zu bidirektionalen Wasserstoffpipelines umgerüstet werden.
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Klage gegen deutsche Gaskraftwerkspläne vor der EU
ClientEarth hat eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht, da die deutschen Pläne, Milliarden in neue Gaskraftwerke (teilweise als „hydrogen ready“) zu investieren, aus ihrer Sicht gegen EU‑-Beihilferegeln verstoßen. Die Organisation argumentiert, dass durch diese Subventionen der Wettbewerb verzerrt und sauberere Technologien — darunter Wasserstoff, Speicher und Flexibilitätslösungen — benachteiligt werden. ClientEarth fordert, dass die Kommission die geplanten staatlichen Beihilfen ablehnt und so verhindert, dass Deutschland durch neue Gas‑-Infrastruktur‑ langfristig an fossilen Energien gebunden bleibt.
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Veranstaltungen
10. Dezember | Online: EU Info Day zur Hydrogen Auction
Von 14.30 bis 18 Uhr werden die Infos und Hilfestellungen zur Innovation Fund Hydrogen Auction gegeben und Fragen beantwortet. Die Anmeldung ist bis zum 9. Dezember um 17 Uhr möglich.
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11. Dezember | Online: Interaktive Kartenanwendung zu H2-Potenzialen
Der Landesverband Erneuerbare Energien bietet in Kooperation mit Nefino und dem Institut für Festkörperphysik eine einstündige Schulung für Kommunen zur interaktiven Kartenanwendung zu Wasserstoffpotenzialen in Niedersachsen an.
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11. Dezember | Online: Chancen durch Klimaschutzverträge
Die E-Bridge Academy bietet in deme zweistündigen Workshop einen Überblick über Klimaschutzverträge inklusive einem Fallbeispiel zur Wasserstoffbeschaffung.
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12. Dezember | Online: Alternative Antriebe in Werkstätten
Von 13 bis 14 Uhr vermittelt das Webinar Wissen zu elektrotechnischen Prüfungen und Dokumentationen in der Service-Werkstsatt für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben.
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16. Dezember | Info Day zu Net-Zero Technologien
Die zuständigen Abteilungen der EU geben Einblicke in den Innovation Fund 2025 Net-Zero Technologies Call und beantworten Fragen. Die Anmeldung ist bis zum 15. Dezember um 18 Uhr möglich.
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Förderinfos
Einnahmen aus Emissionshandel für saubere Energie
Die EU-Kommission hat angekündigt, im Rahmen des Innovationsfonds neue Fördermöglichkeiten zu schaffen. Rund 5,2 Mrd. Euro Einnahmen aus dem Emissionshandel sollen in drei neuen Finanzierungsmöglichkeiten für saubere Energie eingesetzt werden. Dazu zählt auch die dritte Auktion für die Wasserstofferzeugung der Europäischen Wasserstoffbank mit einem Anteil von 1.3 Mrd. Euro.
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Veröffentlichungen und Studien
Neuer Atlas der industriellen Transformation veröffentlicht
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