H2.N.O.N-Report 39
Oktober 2025
Aus dem Netzwerk
Am 30. Oktober fand unser 7. H2.N.O.N Wasserstofftag in der Burg Seevetal statt. Über 100 Teilnehmende waren der Einladung gefolgt und erlebten einen informativen Tag. Zusammen mit 40 Schülerinnen und Schülern der Chemieleistungskurse des Gymnasiums Hittfeld wurden aktuelle Fragen des H2-Markthochlaufs diskutiert und spannende Einblicke in regionale und internationale Wasserstoffprojekte erhalten. Durch den Tag führte der aus „Die Sendung mit der Maus“-bekannte Moderator Johannes Büchs. Die Jugendlichen führten Experimente mit Wasserstoff durch und tauschten sich mit potenziellen Arbeitgebern im Energiesektor über aktuelle Themen der Energiewende und Berufschancen aus. Vielen Dank an alle, die dabei waren und weiter mit großem Engagement an der technischen, finanziellen und gesellschaftlichen Aufgabe einer klimafreundlichen Zukunft mit grünem Wasserstoff in Nordostniedersachsen arbeiten.
Mehr Infos und Bilder vom Wasserstofftag
Bericht des Gymnasiums Hittfeld zur Teilnahme






Interessenabfrage H2-Weiterbildung für H2.N.O.N-Mitglieder
Unser Netzwerkmitglied TeTraC kann unseren Netzwerkmitgliedern Weiterbildungen zu Basiswissen in der Wasserstoff-Technologie zu besonderen Konditionen anbieten. Die Weiterbildungen richten sich an Personen aus Industrie, Handwerk, öffentlicher Verwaltung und weiteren Einsatzgebieten von Wasserstoff. Wenn es für Ihre Belegschaft Interesse daran besteht, füllen Sie gerne die kurze Umfrage zu der Anazhl interessierter Personen und Themenwünschen aus.
Bei Fragen erreichen Sie Maik Groß unter maik.gross@tetrac.tech.

H2.N.O.N ist Mitglied bei Powerhouse Nord
Im Oktober sind wir als Netzwerk dem Verein Powerhouse Nord beigetreten, um die Zusammenarbeit in der Region bei der Energiewende zu unterstützen.
News Niedersachsen/Bremen/Hamburg
Salzgitter setzt H2-Rangierlok ein
In Salzgitter wurde erstmals eine umgerüstete Diesel-Rangierlokomotive vorgestellt, die vollständig mit Wasserstoff betrieben wird. Die Lok schafft rund 16 Betriebsstunden pro Tankfüllung und wird auf dem Werksgelände der Salzgitter AG eingesetzt, um Stahl zu transportieren. Der Umbau erfolgte im Rahmen eines Pilotprojekts mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums. Der Wasserstoff stammt aktuell als Nebenprodukt aus der Industrie und spart bereits jetzt schon 60% CO2 im Vergleich zum Dieselbetrieb ein.
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Niedersachsen legt bei Windkraftausbau zu
Im laufenden Jahr wurden landesweit bereits 127 neue Windkraftanlagen genehmigt – im gesamten Jahr 2024 waren es 77. Der Genehmigungsprozess verkürzte sich auf durchschnittlich 11.4 Monate. Niedersachsen hat nun eine installierte Windkraftleistung von 13.6 GW an Land und weiteren 5,3 GW auf See.
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Mehr alternative Antriebe bei Auto-Neuzulassungen
In Bremen erreichten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im laufenden Jahr einen Anteil von 66,8 % an den Neuzulassungen. Gegenüber dem Vorjahr enspricht das einem Zuwachs von 29%. Der Großteil entfällt auf vollelektrische und Hybridantriebe. Für Wasserstoff- und Brennstoffzellenautos wurden keine Neuzulassungen registriert.
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Studie bewertet H2-Hochlauf als entscheidend für Niedersachsen
Eine vom Fraunhofer-Institut erstellte Studie zeigt, dass im Nordwesten bis 2035 rund 1,2 Gigawatt Elektrolyseleistung erforderlich sind, um den regionalen Bedarf der Industrie zu decken. Besonders die Standorte Wilhelmshaven und Salzgitter werden als zentrale H₂-Knotenpunkte mit erheblichem Entwicklungspotenzial bewertet. Die Autoren empfehlen, Transport- und Speicherinfrastruktur bis 2030 massiv auszubauen.
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News Deutschland und die Welt
Forschung ermöglicht H2-Produktion mit weniger Strom
Ein Forscherteam der Universität Rostock hat ein Verfahren entwickelt, das den Strombedarf bei der Elektrolyse um bis zu 20 % reduziert. Durch den Einsatz spezieller Katalysatoren auf Nickel-Basis wird die Wasserzersetzung effizienter, insbesondere bei niedrigen Temperaturen unter 60 °C. Die Technologie soll in den nächsten zwei Jahren in einem Pilotprojekt mit einem 100-kW-Elektrolyseur getestet werden.
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BAM forscht an Kunststoffrohrsystemen für Elektrolyseure
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) testet Kunststoffleitungen als Ersatz für Edelstahlrohre in Hochdruck-Wasserstoffsystemen. Erste Ergebnisse zeigen, dass polymerbasierte Verbundwerkstoffe bis zu 50 % kostengünstiger und leichter zu verarbeiten sind. Das Projekt untersucht die Langzeitbeständigkeit der Materialien bei unterschiedlichen Druckstufen.
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Erste Elektrolyse-Stacks in den Industriepark Bad Lauchstädt geliefert
Uniper und Siemens Energy haben die ersten vier Elektrolyse-Stacks mit je 2,5 MW Leistung für den Energiepark Bad Lauchstädt geliefert. Der 30-MW-Elektrolyseur ist Teil des Reallabors von TotalEnergies. Das System wird direkt mit regionalem Windstrom betrieben und über eine ehemalige Erdgaspipeline angebunden.
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Heidekrautbahn bekommt eigenen Elektrolyseur
In Brandenburg entsteht ein eigener Elektrolyseur zur Versorgung der Wasserstoffzüge der Heidekrautbahn. Die Anlage mit 4 MW Leistung soll 380t H₂ pro Jahr erzeugen und direkt an den Bahnhof Basdorf gekoppelt werden. Im kommenden Jahr soll die Wasserstoffproduktion starten und automatisiert die Tankstelle versorgen.
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Größter grüner Elektrolyseur in Ba-Wü eingeweiht
In Schwäbisch Gmünd wurde ein 10-MW-Elektrolyseur offiziell eingeweiht, der jährlich rund 1.200 t grünen Wasserstoff liefert. Betreiber ist die Stadtwerke-Tochter H2 Green Power & Logistics in Kooperation mit Lhyfe. Der Wasserstoff soll Industrie, Mobilität und Wärmeanwendungen im Ostalbkreis versorgen und ist der bisher größte grüne Elektrolyseur in Baden-Württemberg.
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Bosch setzt ersten H2-Lkw im Werksverkehr ein
Bosch setzt erstmals einen H₂-betriebenen 40-Tonner im Werk Stuttgart-Feuerbach ein. Der Brennstoffzellen-Lkw wird täglich für den Transport zwischen Logistikzentren genutzt und spart laut Bosch rund 50 t CO₂ pro Jahr ein. Der Praxiseinsatz ist Teil eines gemeinsamen Projekts mit Cellcentric und den Speditionen Veloce und Hegelmann.
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Fraunhofer Studie sieht H2-Heizungen als Irrweg
Laut einer Analyse des Fraunhofer IEE ist der direkte Einsatz von Wasserstoff in Gebäuden energie- und kostenseitig deutlich ungünstiger als Wärmepumpen. Der Wirkungsgrad liege bei H₂-Heizsystemen bei nur 50 %, während elektrische Alternativen bis zu 300 % Effizienz erreichen. Die Forscher empfehlen, Wasserstoff ausschließlich für Industrieprozesse und Langzeitspeicher zu nutzen.
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Rechnungshof warnt vor Wasserstoff-Dauerförderung
Der Bundesrechnungshof kritisiert, dass Förderprogramme für Wasserstoffprojekte bislang ohne klar definierte Enddaten laufen und hohe Risiken für den Bundeshaushalt bergen. In einzelnen Förderlinien seien bereits über 10 Mrd. € gebunden, ohne ausreichende Erfolgskontrolle. Die Prüfer fordern eine stärkere Fokussierung auf marktfähige Projekte und eine Begrenzung von Subventionen.
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Entwurf für H2-Beschleunigungsgesetz beschlossen
Das Kabinett hat den Entwurf für ein Gesetz verabschiedet, das Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren für Elektrolyseure, Speicher und Pipelines deutlich verkürzen soll. Künftig sollen Projekte mit einer Leistung ab 5 MW innerhalb von zwölf Monaten genehmigt werden. Zudem sind erleichterte Regelungen für Umwidmungen bestehender Erdgasleitungen vorgesehen.
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Kernnetzbetreiber veröffentlichen Reservierungskonzept
Die Fernleitungsnetzbetreiber haben ein gemeinsames Verfahren zur Kapazitätsreservierung im geplanten Wasserstoff-Kernnetz veröffentlicht. Ab 2026 sollen Unternehmen verbindlich Transportkapazitäten buchen können, um den Hochlauf zu koordinieren. Das Konzept umfasst rund 9.700 km Trassen und sieht den Start des Netzbetriebs für 2032 vor.
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Verbändeanhörung zu EU-Gas und H2-Paket gestartet
Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Länder-und Verbändeanhörung zur Zukunft der Gasnetze und Regulierung von Wasserstoffinfrastrukturen eingeleitet. Konkret geht es dabei um eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes und die Umsetzung der EU Gas- und Wasserstoffbinnenmarktvorschriften.
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Veranstaltungen
14. November | Online: HyLand-Vernetzungstreffen
Von 9.30 bis 12 Uhr werden verschiedene Aspekte für den wirtschaftlichen Betrieb von Elektrolyseuren und die Anbindung an den Verkehr diskutiert. Dabei geht es insbesondere um regulatorische Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für wirtschaftliche Betriebsmodelle, die anhand von Praxisbeispielen dargestellt werden. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Erzeuger als auch Anwender.
Zur Anmeldung
18. November | Cuxhaven: PowerhouseNord-Kongress
Der jährliche Kongress bietet Fachvorträge und Panel zum Thema Energiewende und Transformation in der Region.
Zur Anmeldung
Veröffentlichungen und Studien
Blogbeitrag über den ersten Einsatz von Bosch H2-Lkw in China
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