H2.N.O.N-Report Mai 2026
Ausgabe 46
Aus dem Netzwerk
In den vergangenen Monaten haben wir mit der Wertschöpfungsstudie Energietransformation Nordwest erstmals systematisch die energetischen, wirtschaftlichen und räumlichen Ressourcen in den Regionen Lüneburg und Weser-Ems erfasst. Jetzt wird die mit der Durchführung beauftragte Nefino GmbH die ersten Ergebnisse über die erfassten Potenziale vorstellen und der Frage nachgehen, wie wir diese Potenziale in regionale Wertschöpfung übersetzen können sowie einen Ausblick auf Phase II der Studie geben.
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Wir freuen uns, den Spezialisten für Hochvoltbatterien sowie Wasserstofftechnologie BHFM Technologies GmbH und den Dienstleister für Energieinfrastruktur Fröse Energieprojekte im Netzwerk zu begrüßen.
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News Niedersachsen/Bremen/Hamburg
Anmeldungen für Start des H2-Imports in Wilhelmshaven öffnen
Die Uniper Hydrogen GmbH hat eine Open Season für Kapazitäten an ihrem geplanten Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven gestartet, das Wasserstoff über den Import von Ammoniak bereitstellen soll. Das Terminal ist auf eine jährliche Importkapazität von bis zu 2,6 Millionen Tonnen Ammoniak ausgelegt, was rund 350.000 Tonnen Wasserstoff entspricht; der Wasserstoff soll nach der Ammoniak-Spaltung in einem großtechnischen Cracker in das deutsche Wasserstoff-Kernnetz eingespeist werden. Die Open Season umfasst eine Interessenbekundungsphase mit Anmeldung und Kapazitätsangabe sowie eine anschließende Vertragsphase und endet mit der verbindlichen Kapazitätsbuchung; Unterlagen für die Teilnahme müssen bis zum 15. Juni 2026 eingereicht werden.
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News Deutschland und die Welt
Studie sieht Wasserstoffpotenzial für die Flugabfertigung
Eine Analyse des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr kommt zu dem Ergebnis, dass Wasserstoff an deutschen Flughäfen kurz- bis mittelfristig vor allem im Vorfeldbetrieb eingesetzt werden kann. Als besonders geeignet gelten Fahrzeuge und Geräte der Flugzeugabfertigung, während ein großskaliger Aufbau von Infrastruktur für flüssigen Wasserstoff wegen des frühen Entwicklungsstands wasserstoffbetriebener Flugzeuge derzeit nicht empfohlen wird. Die Studie setzt stattdessen auf modulare, rückbaubare Infrastrukturkonzepte sowie regionale Multi-Use-Ansätze, bei denen Flughäfen ihre Wasserstoffversorgung zusätzlich für Logistik, ÖPNV und Industrie öffnen.
Potenzial für unterirdische Wasserstoffspeicher
Salzkavernen sollen künftig große Mengen Wasserstoff saisonal speichern und damit insbesondere die Versorgung im Winter absichern. Die Technologie nutzt künstlich ausgespülte Hohlräume in unterirdischen Salzformationen, die bereits seit Jahrzehnten für die Speicherung von Erdgas eingesetzt werden. Als Vorteil gilt die Möglichkeit, Wasserstoff über Monate in sehr großen Energiemengen einzulagern und bei Bedarf wieder bereitzustellen.
Nordhausen schafft erstes H2-Müllfahrzeug an
Die Südharzwerke in Nordhausen haben ihr erstes wasserstoffbetriebenes Müllsammelfahrzeug in Betrieb genommen. Das Fahrzeug wird im regulären Entsorgungsbetrieb eingesetzt und soll Erfahrungen mit dem Einsatz von Brennstoffzellentechnik im kommunalen Schwerlastverkehr liefern. Die Anschaffung ist Teil der Strategie des kommunalen Unternehmens, alternative Antriebe in der Abfallwirtschaft zu testen.
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Vorserienproduktion für iX5 startet in Landshut
Im BMW-Werk in Landshut hat die Vorbereitung der Vorserienproduktion des wasserstoffbetriebenen BMW iX5 Hydrogen begonnen. Dort werden unter anderem die Wasserstofftanks gefertigt, die jeweils rund sechs Kilogramm Wasserstoff speichern können. Die Vorserienfertigung dient der Vorbereitung einer möglichen Serienproduktion und dem weiteren Hochlauf der Brennstoffzellentechnologie im Konzern.
Uni Magdeburg stellt H2-Motor mit hohem Wirkungsgrad vor
Forschende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben einen wasserstoffbetriebenen Kreislaufmotor entwickelt, der laut den Beteiligten einen höheren Wirkungsgrad als moderne Dieselmotoren erreichen kann. Das Konzept nutzt einen geschlossenen Arbeitskreislauf mit Wasserdampf als Arbeitsmedium und trennt die Verbrennung räumlich von der Leistungserzeugung. Ziel der Entwicklung ist es, Wasserstoff effizienter für stationäre Anwendungen und schwere Antriebe nutzbar zu machen.
Strabag und Lhyfe kooperieren für H2-Projekte
Der französische Wasserstoffproduzent Lhyfe und der Bau- und Infrastrukturkonzern Strabag haben eine strategische Entwicklungsvereinbarung für Wasserstoffprojekte in Deutschland unterzeichnet. Die Kooperation soll die Identifikation, Planung und Umsetzung von Projekten beschleunigen und verbindet Lhyfes Erfahrung mit Elektrolyseanlagen, Wasserstofflogistik und RFNBO-zertifizierter Produktion mit den Bau- und Engineering-Kompetenzen von Strabag. Lhyfe betreibt bereits vier Wasserstoffstandorte, baut zwei weitere Anlagen und verfügt über mehr als 80 Wasserstoff-Transportcontainer sowie rund 15 Speicherstandorte.
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Deutsches H2-Projekt Lotse erhält EU-Förderung für Elektrolyse
Die EU-Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 1,3 Milliarden Euro für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Gefördert werden Projekte mit insgesamt bis zu 1 Gigawatt Elektrolyseleistung, die Wasserstoff in die Pipeline Danish Hydrogen Backbone 1 einspeisen und an Abnehmer im deutschen Wasserstoff-Kernnetz liefern. Die Förderung wird über das Instrument „Auctions-as-a-Service“ der Europäischen Wasserstoffbank vergeben und als Zuschuss pro produziertem Kilogramm Wasserstoff für bis zu zehn Jahre ausgezahlt.
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EU genehmigt Beihilfe für deutsche Wasserstoffproduktion
Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung im Umfang von 1,3 Milliarden Euro für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Mit dem Programm sollen bis zu 1 Gigawatt neue Elektrolysekapazität entstehen und langfristig bis zu 10 Millionen Tonnen erneuerbarer Wasserstoff produziert werden. Nach Angaben der Kommission könnten dadurch bis zu 55 Millionen Tonnen CO₂ vermieden werden.
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EU genehmigt deutsche Beihilfe für Dekarbonisierung
Die EU-Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 5 Milliarden Euro zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrien genehmigt. Unterstützt werden Investitionen in emissionsärmere Produktionsverfahren und Technologien, darunter auch Maßnahmen zur Nutzung von Wasserstoff in industriellen Prozessen. Die Förderung richtet sich insbesondere an Branchen mit hohem Energiebedarf und soll die Umstellung auf CO₂-arme Produktionsmethoden beschleunigen.
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Schwimmende E-Tansktelle für Schiffe in Häfen
Forschungseinrichtungen in Großbritannien haben eine modulare Plattform entwickelt, an der Schiffe, während sie im Hafen liegen, mit Strom versorgt werden können. Der Strom wird ohne Landanschluss produziert und gespeichert. Um die permanente Verfügbarkeit von 5MW zu gewährleisten, soll Wasserstoff zum Einsatz kommen.
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Forscher produzieren Wasserstoff aus Plastikmüll mit Solar und alter Batteriesäure
Forschende der Universität Cambridge haben einen solarbetriebenen Reaktor entwickelt, der schwer recycelbare Kunststoffabfälle mithilfe gebrauchter Batteriesäure in Wasserstoff und Essigsäure umwandelt. Das Verfahren nutzt Sonnenenergie als Antrieb und kombiniert zwei Abfallströme – Plastikmüll und verbrauchte Säure aus Batterien – in einem einzigen chemischen Prozess. Ziel ist es, die stoffliche Verwertung von Kunststoffen mit der Erzeugung von Wasserstoff zu verbinden und dabei zusätzliche Wertstoffe zu gewinnen.
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Chinesischer Hersteller entwickelt neuen 499-kW-Wasserstoffmotor für Lkw
Der chinesische Nutzfahrzeughersteller Dongfeng Motor Corporation hat mit dem „Tianlong KL“ einen Wasserstoff-Lkw vorgestellt, der über ein Brennstoffzellensystem mit 400 kW Leistung verfügt. Das Fahrzeug wird von einem Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 499 kW angetrieben und ist für den Fernverkehr ausgelegt. Nach Unternehmensangaben erreicht der Lkw eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern und soll die Betriebskosten im Vergleich zu konventionellen Diesel-Lkw um rund 20 Prozent senken.
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Kanadische Mine gibt Wasserstoff für 400 Haushalte frei
In einer Mine in Kanada wurde ein natürliches Wasserstoffvorkommen entdeckt, das nach Angaben der beteiligten Unternehmen ausreichend Energie für rund 400 Haushalte liefern könnte. Der Wasserstoff tritt dort ohne industrielle Herstellung direkt aus geologischen Formationen aus und wird als sogenannter natürlicher oder weißer Wasserstoff eingestuft. Die Lagerstätte gilt als Beispiel für mögliche neue Förderquellen, die ohne Elektrolyse oder fossile Ausgangsstoffe erschlossen werden könnten.
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Veranstaltungen
16. Juni | Berlin: Hyland-Symposium
Das 5. Hyland-Symposium der NOW bietet Projekteinblicke und fachlichen Austausch.
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17. Juni | Online: Ergebnispräsentation WWE-Studie
Nefino präsentiert von 9 bis 10.30 Uhr die ersten Ergebnisse der H2-Wertschöpfungspotenzialstudie für die Region Weser-Ems/Lüneburg.
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23. Juni | Online: Wasserstoffimpulse aus Hamburg
Im Rahmen der Woche des Wasserstoffs informieren verschiedene Experten von 16 bis 18 Uhr über den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Hamburg.
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26. Juni | Online: Wasserstoffspeicherung in der Metropolregion Hamburg
Auch im Rahmen der Woche des Wasserstoffs geben von 16 bis 18 Uhr Unternehmen und Forschungseinrichtungen Einblicke in verschiedene Projekte zur H2-Speicherung.
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8.-10. September | Oldenburg: Beyondgas Congress
Der 5. Jahreskongress bring in Panels und Keynotes Expertinnen und Experten zu unterschiedlichen Wasserstoffthemen zusammen.
20.-22. Oktober | Hamburg: Hydrogen and Carbon Capture Technology World Expo
Vom 20. bis 22. Oktober findet in Hamburg die Hydrogen and Carbon Capture Technology World Expo statt. Die Messe deckt Themen wie Wasserstofftechnologien, CO₂-Abscheidung und Infrastruktur ab und richtet sich an internationale Fachbesucher. Gezeigt werden technische Lösungen und Projekte aus den Bereichen H₂-Produktion, Transport und Nutzung.
Förderinfos
BMV verlängert Antragsfrist für H2-Tankstellen und LKW-Förderung
Das Bundesministerium für Verkehr fördert den Ausbau von Wasserstoff-Tankstellen und die Anschaffung von Brennstoffzellen-Lkw mit 220 Millionen Euro.
Der kombinierte Ansatz ermöglicht eine gleichzeitige Förderung von öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellen Wasserstoff-Lkw. Ziel ist eine verlässliche Auslastung der Infrastruktur und gleichzeitig Planungssicherheit für Speditions- und Logistikunternehmen.
Förderfähig sind Wasserstofftankstellen, die die Anforderungen der europäischen AFIR-Verordnung erfüllen, mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Nutzfahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrenner können mit bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug bezuschusst werden. Gefördert werden Investitionen in Tankstellen, Fahrzeuge und begleitende Maßnahmen zur Integration in bestehende Flotten. Die Förderinitiative richtet sich an Betreiber, Kommunen und Logistikunternehmen.
Anträge können nun bis zum 30. 06. 2026 eingereicht werden.
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Neue Richtlinie für Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben
Das BMV hat eine neue Richtlinie veröffentlicht, nach der Busse für den Personenverkehr mit alternativen Antrieben gefördert werden können. Dazu zählen auch Brennstoffzellenantriebe. Die gleichnamige Vorgängerrichtlinie war 2025 ausgelaufen. Für den aktuellen Förderaufruf für Busse mit alternativen Antrieben gilt die Einreichungsfrist 21.07.2026.
Die maximale Laufzeit der neuen Förderrichtlinie ist bis 31.12.2029. Gefördert werden können die Beschaffung oder Umrüstung von Bussen- und Tankinfrastruktur.
Zum Förderaufruf