H2.N.O.N-Report Januar 2026
Ausgabe 43
Aus dem Netzwerk
Das Bundesverkehrsministerium hat eine neue Förderrichtlinie für H2-Nutzfahrzeuge und Tankstellen veröffentlicht. Bei Interesse und Fragen sprechen Sie gerne das H2.N.O.N-Regionalmanagement an. Mit Beteiligung von H2.N.O.N ist die Wertschöpfungspotenzialstudie in den elf Landkreisen unseres Netzwerks nun offiziell gestartet und wird im kommenden Halbjahr erste Ergebnisse vorlegen. Der Auftrag für das geografische Informationssystem wird von Nefino ausgeführt.
Die nächsten Spotlights
Wir freuen uns auf die nächsten zwei Spotlight-Veranstaltungen: Am 11. März präsentiert das Energieforschungszentrum EST der TU Clausthal aktuelle Projekte und am 25. März gibt KEYOU einen Einblick in Entwicklungen auf dem H2-Fahrzeugmarkt. Die Einladungen schicken wir Ihnen, wie gewohnt, eine Woche zuvor gesondert zu. Für das Spotlight am 11. März mit EST können Sie sich schon jetzt anmelden.
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Das H2-Update als Podcast auf Spotify und YouTube
Neue Folge Wasserstoff-Wissen: Wie ist es eine Wasserstofftankstelle zu eröffnen, Andreas Wellbrock?

Den Podcast gibt’s bei Spotify und YouTube.
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Neue Mitglieder
Wir freuen uns über zwei neue H2.N.O.N-Mitglieder: Die Atlas Titan GmbH aus Vechelde bei Hannover sowie die Hamburger CEBCON Technologies GmbH. Damit wächst H2.N.O.N auf 173 Mitglieder.
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News Niedersachsen/Bremen/Hamburg
Meyer fordert Ausbau von Offshore-Windkraft
Die Energieminister aus Niedersachsen und weiteren norddeutschen Küstenländern warnen, dass fehlende und verzögerte Offshore-Wind-Ausschreibungen die Realisierung der Ausbaukapazität von 70 GW und damit den Wasserstoff-Hochlauf gefährden. Sie fordern eine Reform des Ausschreibungsdesigns, mehr Planungssicherheit für Netzanbindung und stärkere politische Unterstützung, um Investitionen in große Offshore-Projekte zu sichern. Ohne diese Änderungen drohen signifikante Verzögerungen bei Windkraft- und Elektrolyse-Projekten in den frühen 2030er-Jahren.
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Überblick zu „NetZero Nordwest Deutschland“
Die Region von Küstenhäfen über Wilhelmshaven, Cuxhaven, Emden, Stade und Oldenburg bis ins Emsland hat einen Antrag gestellt, als EU-NetZero-Valley anerkannt zu werden, mit über 155 geplanten oder realisierten Netto-Null-Investitionen und rund 6 400 ha Industriefläche. Der Maßnahmenkatalog umfasst 31 Punkte zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, Flächenentwicklung und Fachkräfteförderung, um Technologie-Cluster in Wasserstoff, Wind und Netzsystemen zu stärken. Ziel ist es, etwa 35 Mrd. € an Netto-Null-Investitionen zu mobilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Maßstab zu erhöhen.
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2,4 GW-Elektrolyse in Friesland mit Meerwasser
Im Wasserstoffpark Friesland bei Sande ist eine Elektrolysekapazität von zunächst 400 MW geplant, skalierend auf insgesamt 2,4 GW, um rund 80 000 t grünen Wasserstoff pro Jahr zu produzieren und später weitere Industrieabnehmer zu versorgen. Die Anlage nutzt aufbereitetes Nordseewasser und Oberflächenwasser und soll überwiegend mit Strom aus Offshore- und Onshore-Windkraft sowie Solar versorgt werden. Der grüne Wasserstoff soll über Fernleitungen in Industriezentren wie das Ruhrgebiet, Salzgitter und Hamburg transportiert und in Kavernen in Etzel gespeichert werden.
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News Deutschland und die Welt
Demonstrationsanlage für H2 aus Abfall in Betrieb
Die Demonstrationsanlage im schwäbischen Ebersbach westlich von Stuttgart erzeugt Wasserstoff aus biogenen Abfällen wie Klärschlamm und organischen Reststoffen über ein thermochemisches Verfahren mit nachgeschalteter Gasaufbereitung. Der angegebene Gesamtwirkungsgrad der Anlage von GHT liegt bei rund 80 % und damit deutlich über dem klassischer Elektrolyseverfahren. Die Anlage dient der technischen und wirtschaftlichen Validierung für einen späteren industriellen Dauerbetrieb.
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Batterieelektrische Busse auf Höchststand
Der Bestand batterieelektrischer Busse in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand, während Brennstoffzellenbusse weiterhin nur einen geringen Anteil stellen. Die Studie des Kraftfahrt Bundesamts hat ermittelt, der Anteil der neu zugelassenen elektrischen Linienbusse auf 28% im vierten Quartal 2025 gestiegen ist. Zum ersten Oktober 2025 waren insgesamt rund 4.300 vollelektrische Busse zugelassen.
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Mercedes präsentiert neue H2-Lkw
Mercedes-Benz startet eine Kleinserie wasserstoffbetriebener Lkw für den schweren Fernverkehr. Die rund 100 Sattelzugmaschinen kombinieren Brennstoffzellensystem, Wasserstoffspeicher und elektrische Achse und sind für Reichweiten von über 1000 km ausgelegt. Der Einsatz erfolgt zunächst in ausgewählten Kundenflotten unter realen Betriebsbedingungen.
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RWTH Aachen präsentiert H2-Lkw mit PEM-Technologie
Ein Projekt der RWTH Aachen hat einen industrietauglichen Wasserstoff-Lkw mit PEM-Brennstoffzellentechnologie vorgestellt. Das Demonstratorfahrzeug integriert Brennstoffzelle, Hochdrucktanks und elektrischen Antrieb in ein Gesamtsystem für den Schwerlastverkehr. Ziel ist der Nachweis von Effizienz und Dauerbetriebsfähigkeit unter praxisnahen Einsatzbedingungen.
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Sachsen fördert Elektrolyseur in Chemnitz
Der Freistaat Sachsen fördert den Aufbau einer Wasserstoffproduktion in Chemnitz mit 1,6 Mio. Euro. Im Mittelpunkt steht ein Elektrolyseur, der mit erneuerbarem Strom betrieben wird und Wasserstoff für Industrie- und Mobilitätsanwendungen liefern soll. Das Projekt ist Teil des Aufbaus eines von vier deutschen Wasserstoffzentren, zu denen auch das H2AM in Stade gehört.
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Großauftrag für Dresdner Elektrolyse-Firma Sunfire
Sunfire erhält einen Großauftrag für die Lieferung von Elektrolyseuren für ein industrielles Wasserstoffprojekt von Repsol in Spanien. Die Anlagen sollen in einem großskaligen Wasserstoff-Hub installiert werden und Elektrolysekapazitäten von 200 MW bereitstellen
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Musterverträge von VKU finalisiert
Der VKU hat einheitliche Musterverträge für die Reservierung und Vermarktung von Wasserstoff-Infrastruktur veröffentlicht. Der Rahmen regelt unter anderem Kapazitätsbuchung, Laufzeiten und zentrale Vertragsbeziehungen zwischen Marktakteuren. Die Vermarktung auf Basis dieser Verträge soll ab 2026 starten.
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Schleswig-Holstein kritisiert Förderung für dänischen H2-Pipeline
Die Landesregierung kritisiert die geplante milliardenschwere deutsche Förderung für eine Wasserstoffpipeline von Dänemark nach Deutschland. Nach Auffassung des Landes würden dadurch heimische Erzeugungs- und Infrastrukturprojekte benachteiligt. Gefordert wird eine stärkere Priorisierung des Aufbaus regionaler Wasserstoffwertschöpfung
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Marktkonsultation zur gemeinsamen Deutsch-Australischen Ausschreibung in H2Global gestartet
Deutschland und Australien haben eine Marktkonsultation für eine gemeinsame Wasserstoff-Ausschreibung im Rahmen von H2Global gestartet. Ziel ist die Vorbereitung einer bilateralen Auktion für erneuerbare Wasserstoffderivate mit Import nach Deutschland. Die Konsultation richtet sich an Produzenten, Abnehmer und weitere Marktteilnehmer entlang der Lieferkette.
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Österreich fördert Elektrolyse mit mehr als 100 Mio. Euro
Das Land Niederösterreich stellt mehr als 100 Mio. Euro für den Ausbau der Wasserstoffproduktion mittels Elektrolyse bereit. Gefördert werden mehrere Projekte zur Erzeugung von grünem Wasserstoff für Industrie und Energieversorgung. Die Anlage in Bruck soll eine der größten Europas werden. In das Projekt des teilstaatlichen Konzerns Austria Wirtschaftsservice ist auch Masdar, eine staatliche Energiegesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einer dreistelligen Millionensumme involviert
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Erste Buslinie in Wien auf Wasserstoff umgestellt
In Wien wurde erstmals eine komplette Buslinie auf Wasserstoffbusse umgestellt. Zum Einsatz kommen zehn Brennstoffzellenbusse im regulären Linienbetrieb des städtischen Verkehrs. Die Fahrzeuge werden mit lokal bereitgestelltem Wasserstoff betankt.
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Veranstaltungen
11. Februar | Buxtehude: 6. Gewerbeforum
Das 6. Gewerbeforum in Buxtehude richtet sich an Unternehmen und Akteure der regionalen Wirtschaft mit Fokus auf aktuelle Transformations- und Energiethemen. Im Rahmen der Veranstaltung werden Perspektiven für nachhaltige Energieversorgung, industrielle Innovationen und neue Geschäftsmodelle diskutiert. Der Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Projektentwicklern steht im Mittelpunkt.
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17. Februar | online: Seminar zum Förderaufruf kllimafreundlicher Schwerlastverkehr
Thematisiert werden Förderbedingungen, Antragsverfahren sowie technische Anforderungen für wasserstoff- und batterieelektrische Nutzfahrzeuge. Die Veranstaltung richtet sich an Flottenbetreiber, Hersteller und Projektentwickler.
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24. Februar | Oldenburg: Workshop Zulassung – Zertifizierung – Normung« im Bereich Brennstoffzellen und Wasserstoff
Der Workshop beleuchtet regulatorische Anforderungen an Brennstoffzellen- und Wasserstoffsysteme. Im Fokus stehen Zulassungsverfahren, Zertifizierungsprozesse und relevante Normen für industrielle Anwendungen. Die Veranstaltung richtet sich an Entwickler, Hersteller und Betreiber von Wasserstofftechnologien.
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24.-25. Februar | Berlin und online: BMV-Fachkonferenz Klimafreundliche Busse
Das Verkehrsministerium veranstaltet die zweite Fachkonferenz für klimafreundliche Busse. Am zweiten Konferenztag gibt es Exkursionen.
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25.-26. Februar | Bremerhaven: SynFuels Konferenz
Das ttz lädt im Fischbahnhof zu Vorträgen und Diskussionen zu alternativen Kraftstoffen in der maritimen Wirtschaft.
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26. Februar | Online: HYPOS Pitch: Grüner Wasserstoff regional gedacht
Um 10 Uhr geht es mit East Energy um die Entwicklung des Standortes Pommerndreieck.
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3-4. März | Berlin: H2-Forum Berlin
Das H2-Forum Berlin bringt Fachleute aus Industrie, Politik und Wissenschaft zusammen, um aktuelle Wasserstoffprojekte und Marktmodelle zu diskutieren. Präsentiert werden konkrete Anwendungsfälle, regulatorische Entwicklungen und Strategien für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die Veranstaltung findet in Berlin sowie online statt.
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9.-13. März | Lübeck: Spring School Hydrogen vom DLR
Die Spring School Hydrogen in Lübeck richtet sich an Nachwuchskräfte und Fachleute aus Forschung und Industrie. In Vorträgen, Workshops und Projektarbeiten werden Grundlagen und aktuelle Entwicklungen entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette vermittelt. Der Fokus liegt auf Technologien, Systemintegration und Anwendungsfeldern.
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13. April | Hochschule Bremerhaven: Barcamp Energieregion Nordwest
Das Barcamp an der Hochschule Bremerhaven bietet ein offenes Format zum Austausch über Energieprojekte und Wasserstoffaktivitäten in der Region Nordwest. Die Teilnehmenden gestalten das Programm selbst und diskutieren praxisnahe Fragestellungen aus Energieversorgung, Infrastruktur und Industrie. Vernetzung und Wissenstransfer stehen im Vordergrund.
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5.-6. Mai | Göttinger Energietagung mit efzn
Die Göttinger Energietagung mit Beteiligung des unseres Partners efzn widmet sich aktuellen Herausforderungen der Energie- und Wasserstoffsysteme. Thematisiert werden Energiesystemanalyse, Infrastrukturentwicklung und sektorübergreifende Konzepte. Die Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand.
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Förderinfos
BMV fördert H2-Tankstellen und LKW
Das Bundesministerium für Verkehr fördert den Ausbau von Wasserstoff-Tankstellen und die Anschaffung von Brennstoffzellen-Lkw mit 220 Millionen Euro.
Der kombinierter Ansatz ermöglicht eine gleichzeitige Förderung von öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellen Wasserstoff-Lkw. Ziel ist eine verlässliche Auslastung der Infrastruktur und gleichzeitig Planungssicherheit für Speditions- und Logistikunternehmen.
Förderfähig sind Wasserstofftankstellen, die die Anforderungen der europäischen AFIR-Verordnung erfüllen, mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Nutzfahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrenner können mit bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug bezuschusst werden.Gefördert werden Investitionen in Tankstellen, Fahrzeuge und begleitende Maßnahmen zur Integration in bestehende Flotten. Die Förderinitiative richtet sich an Betreiber, Kommunen und Logistikunternehmen. Für das Online-Seminar zum Förderaufruf siehe Veranstaltungen.
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Clean Hydrogen Call 2026
Die Clean Hydrogen Partnership der EU startet ihren neuen Förderaufruf für innovative Wasserstoffprojekte mit einem Budget von über 105 Mio. Euro. Gefördert werden Forschung und Pilotprojekte entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette, von Produktion über Speicherung bis hin zu Transport und Anwendungen. Ziel ist es, technologische Entwicklungen zu beschleunigen und die Einführung von Wasserstofflösungen in Europa voranzutreiben. Deadline um Vorschläge einzureichen ist der 15. April 2026.
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