Mit dem offiziellen Projektstart der Wertschöpfungspotenzialstudie Energietransformation Nordwest legen die Regionen Weser-Ems und Lüneburg den Grundstein für eine umfassende Analyse ihrer zukünftigen Energie- und Industriepotenziale. Die Studie soll Politik, Verwaltung und Wirtschaft erstmals eine gemeinsame, belastbare Datengrundlage für die Transformation hin zur Klimaneutralität liefern.
Getragen wird das Projekt von einer breiten Allianz aus Industrie- und Handelskammern, Energieverbänden, Forschungseinrichtungen sowie dem Wasserstoffnetzwerk H2.N.O.N. Leadpartnerin ist die IHK Elbe-Weser.
Nordwesten ist Erzeugerregion
Der Nordwesten zählt schon heute zu den stärksten Erzeugungsregionen für Wind, Solar und Bioenergie. Doch um Wertschöpfung, Arbeitsplätze und industrielle Entwicklung langfristig in der Region zu halten, braucht es präzise Daten und klare Perspektiven. Genau hier setzt die Studie an: Sie untersucht die energie- und wirtschaftsrelevanten Strukturen, Flächenpotenziale, CO₂-Bilanzen, Infrastruktur und Fachkräftebasis – und leitet daraus Zukunftsszenarien und Handlungsempfehlungen ab.

Wie es weitergeht
Die nun gestartete Phase I legt den Fokus auf eine umfassende GIS-basierte Datenerhebung. Darauf folgen:
- Phase II: Analyse der technischen und wirtschaftlichen Wertschöpfungspotenziale
- Phase III: Ableitung von Maßnahmen und Roadmap
- Phase IV: Transfer in die regionale Strategiearbeit und Öffentlichkeitskommunikation
Diese Schritte werden entscheidend dafür sein, wie der Nordwesten seine Rolle als Energie- und Industriestandort der Zukunft ausbauen kann.
Bedeutung für die Region
Die Studie wird Unternehmen, Kommunen und regionalen Netzwerken helfen, Investitionen besser zu planen, Chancen der Energiewende gezielt zu nutzen und sich im europäischen Wettbewerb um grüne Industrie und Fördermittel stärker zu positionieren.
Mit dem Projektstart beginnt nun der Weg, auf dessen Grundlage die Region in den kommenden Jahren strategische Weichen stellen kann – für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Energie- und Wirtschaftsstruktur.